Nylonbrain

Lieder zur Gitarre

Hier sind die Texte einiger meiner Lieder.

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Lieder

Der Punkangestellte

Markus König fand Zahlen immer schick

Lieblingsfächer in der Schule: Musik und Mathematik

Im Jugendclub hat er immer die Kasse gemacht

Jeder Jugendclub kann glücklich sein,

Wenn er so einen Kassenpunk hat

Dann nach dem Abi, da sagte die Mutti ihm ernst:

"Du wirst hier nicht mehr durchgeschleppt, es ist Zeit, dass du was lernst"

Also ging Markus zur Bank und stellte sich vor

Am nächsten Morgen war er schon Herr König, im Anzug mit Pflaster am Ohr

Abends nach Feierabend spielt Herr König Punkrock

Auf seiner Mundharmonika spielt er alle Klassiker

Abends nach Feierabend spielt Herr König Punkrock

Nur singen kann er dazu nicht, er hat ja die Orgel im Gesicht

Und ist zu unbegabt

Dann nach der Lehre, da übernahm man ihn gern

Er konnte ja so gut rechnen, ein Gewinn für den Konzern

Markus war nicht glücklich, doch es ging ihm auch nicht schlecht

Was sollte er sonst auch machen, so blieb er der Rechenknecht

So vergingen die Jahre, dann nahm er die Piercings raus

Dann wurden die Hosen eng und dann fielen die Haare aus

Zu den Kollegen verhielt er sich immer loyal

Sie gingen ihm glatt am Arsch vorbei, sie waren ihm scheissegal

Abends nach Feierabend spielt Herr König Punkrock

Auf seiner Mundharmonika spielt er alle Klassiker

Abends nach Feierabend spielt Herr König Punkrock

Nur singen kann er dazu nicht, er hat ja die Orgel im Gesicht

Und ist zu unbegabt

Er hätte auch gern Gitarre gespielt oder Schlagzeug oder Bass

Doch die Mundharmonika erschient ihm einfach praktischer

Und so sitzt er auf der Couch und spielt sich was

Abends nach Feierabend spielt Herr König Punkrock

Auf seiner Mundharmonika spielt er alle Klassiker

Abends nach Feierabend spielt Herr König Punkrock

Nur singen kann er dazu nicht, er hat ja die Orgel im Gesicht

Und ist zu unbegabt

Geschrieben am 28.04.2015, 21:21:16 von Nylonbrain

Der Rock and Roll

Standardtänze hab ich noch nie leiden können

Das ist wie Malen nach Zahlen oder wie ein Schülersprüchebuch

"Schönster Tag im Leben" ist wie das solche Leute nennen

Und das Essen ist zum Kotzen ich nenn' das 'nen Attentatsversuch

Ich sitze hier und trinke Bier, und der Redner kriegt Applaus

Und der Rock and Roll läuft langsam aus mir raus

Ich sitze hier und trinke sehr viel Bier und der Redner kriegt Applaus

Und der Rock and Roll läuft langsam aus mir raus

Solche Lieder hab ich noch nie leiden können

Wer denkt sich blos so'n Schund aus und wer hört sich sowas an?

"Ehrliche Texte" ist wie das solche Leute nennen

Ich find das unerträglich, das ist wie'n Karnevalsprogramm

Ich sitze hier und trinke Bier, und der Künstler kriegt Applaus

Und der Rock and Roll läuft langsam aus mir raus

Ich sitze hier und trinke sehr viel Bier und der Künstler kriegt Applaus

Und der Rock and Roll läuft langsam aus mir raus

Ich bin schon fast leer, sind nur noch 20 Liter Rest

Doch ich kippe fleissig Bier nach, Gott sei dank, der Pegelstand ist fest

Doch es sind einfach zu viele und sie stechen auf mich ein

Verdammte Axt, wie kommt der Rock and Roll wieder rein?

Ich sitze hier und trinke Bier, und der Künstler kriegt Applaus

Und der Rock and Roll läuft langsam aus mir raus

Ich sitze hier und trinke sehr viel Bier und der Künstler kriegt Applaus

Und der Rock and Roll läuft langsam aus mir raus

Und der Rock and Roll läuft langsam aus mir raus

Geschrieben am 28.04.2015, 21:22:08 von Nylonbrain

Der Tintenfisch der Liebe

Der Tintenfisch der Liebe schwimmt beruflich im Ozean

Und schaut größtenteils nach unten, das da oben, das fichti hn nicht an

Das ist nicht sein Revier, das steht nicht in seinem Vertrag

Die Welt ist so lang, so tief und so breit und so kurz ist ein Arbeitstag

Der Tintenfisch der Liebe hakt den Seeräuber bei sich ein

Und zieht ihn mit sich nach oben, fast komplett, samt hölzernem Bein

Er zeigt ihm noch einmal die Insel wo er die Kiste vergraben hat

An der Stelle steht heute ein Wohlfühlresort,ein riesiger Apparat

Der Tintenfisch der Liebe hat ‘nen Ausweis, das ist ja kein Spiel

Drin sind beschreibende Fakten und ein Foto im Halbprofil

Vorne auf dem Ausweis prangt ein Herz, symmetrisch und schlicht

Fragt ihn jemand nach Sinn oder Zweck gibts Urkunde ins Gesicht

Der Tintenfisch der Liebe sieht die Frau und saugt sich an

Das war jetzt doch länger, als projektiert, er ist ne Stunde hinter dem Plan

Jetzt hält er sie in seinen Armen und er schwimmt mit ihr zu dem Stein

Von dem sie der Kummer geschubst hat. War’s das Wert? Der Fisch meint: nein.

Der Tintenfisch der Liebe schwimmt beruflich im Ozean

Und wenn Du ganz genau hinsiehst, siehst du den Dienstregenbogen am Arm

Der Tintenfisch ist noch Single, doch mit Niveau und stets adrett

Und er pfiff so gerne ein Lied mit Dir, wenn er die Lippen und die Zeit dazu hätt'

Tintenfisch der Liebe - schwimm, schwimm, schwimm

TIntenfisch der Liebe - um sieben ist Arbeitsbeginn

Tintenfisch der Liebe - nur noch zwanzig Jahre, schwimm

Um neun ist Frühstück, um zwölf ist MIttag und um vier die Karte wieder in der Stechuhr drin

Geschrieben am 27.04.2016, 07:00:59 von Nylonbrain

Die Kokosnuss

Sie kamen für Berater Moser

Den adrett gegelten Poser

Der sich liebte und den Job

Und auch das Geld

Er war immer nur am Raffen

War fast pausenlos am schaffen

Für sein Hobby

Das Reisen um die Welt

Die Cohibas aus Havanna

Und den Tripper von Svetlana

Und ein Foto von ihm und vom K2

Jetzt liegt er vor uns in der Truhe

In ganz ungewohnter Ruhe

Am Strand von Bali wars plötzlich vorbei

Pass auf Deinen Bauch auf

Wenn Dir das Nashorn gefällt

Pass auf Deinen Fuß auf

Wenn sich die Bettdecke wellt

Pass auf Deinen Arsch auf

Wenn der Wüstenhund bellt

Und pass um Himmels, Himmelswillen

Immer gut auf Deinen Kopf auf

Wenn die Kokosnuss fällt

Er nippte gern Pina Colada

Wenn er abends an der Bar war

Rum und Ananas und Kokosnuss und Eis

Dann lag er tagelang an Stränden

Unter halbstündigem Wenden

Vom Erscheinungsbild her war er sandig weiss

Seine Mutter unter Tränen

Wird nicht müde zu erwähnen

Dass er schon als Kind gern Kokosnüsse aß

Die mondänen Trauergäste

Wünschen scheinheilig das Beste

Der Moser und die Nuss

Was für ein Spaß

Pass auf Deinen Bauch auf

Wenn Dir das Nashorn gefällt

Pass auf Deinen Fuß auf

Wenn sich die Bettdecke wellt

Pass auf Deinen Arsch auf

Wenn der Wüstenhund bellt

Und pass um Himmels, Himmelswillen

Immer gut auf Deinen Kopf auf

Wenn die Kokosnuss fällt

Er war schon immer so'n Genauer

War schon immer so ein Schlauer

Wusste immer alles besser als der Rest

Wo gibt es die besten Schuppen

Wo gibt es die geilsten Puppen

Wo gibt es noch was zu trinken nach dem Fest

Doch diese Palme mit den Nüssen

Hätte er mal kennen müssen

Doch sie war ihm offenbar ganz unbekannt

Jetzt liegt er vor uns eingemümmelt

Denn die Leiche ist verstümmelt

Und die Nuss liegt dort noch seelenruhig am Strand

Pass auf Deinen Bauch auf

Wenn Dir das Nashorn gefällt

Pass auf Deinen Fuß auf

Wenn sich die Bettdecke wellt

Pass auf Deinen Arsch auf

Wenn der Wüstenhund bellt

Und pass um Himmels, Himmelswillen

Immer gut auf Deinen Kopf auf

Wenn die Kokosnuss fällt

Mach Dir ein paar heisse Nächte

Schlaf mit Deinem Ofenrohr

Mach Dir einen Regenbogen

Nies' auf Deinen Monitor

Mach Dir auch Erinnerungen

Klau' Dir eine Kamera

Warum in die Ferne schweifen

Wenn das Gute liegt so nah

Geschrieben am 29.04.2015, 22:23:04 von Nylonbrain

Ein Traum

Im Fernsehen geht mal wieder die Titanic unter

Und Gerhard hat mal wieder keinen Grund, ins Bett zu gehen

Ob er jetzt hier sitzt oder da liegt ist doch scheissegal

Und morgen früh gibt's wieder keinen Grund um aufzustehen

Seitdem er dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung steht

Und dieses Tier seiner Frau den Arsch zugekniffen hat

Ist der schönste Teil des Tages für ihn wenn er vorrüber ist

Dann kommt schon der nächste - er hat das Warten satt

Das kann ja wohl nicht wahr sein, dass es das schon gewesen ist

Er will nochmal was machen, sich seinen großen Wunsch erfüllen

Und er denkt 'ne Weile nach, was das denn eigentlich ist

Doch es fällt ihm nicht viel ein, ausser Autofahren und Grillen

Da fällt sein Blick auf Gerdas alte Thomas Cook Prospekte

Verreisen, das ist gut, das ist ja seine große Leidenschaft

Er macht die Augen zu und blättert und haut auf eine Seite drauf

Mallorca, haargenau, da gibt es Rotwein mit Orangensaft

Einen Traum, einen Traum, er träumt von einem Traum

Eine Glut, die er hegt und die langsam zu Feuer wird

Er zündet sich noch eine selbstgestopfte Zigarette an

Und er wünscht sich einen Wunsch, irgendetwas, das ihn führt

Eine Woche später hat er das Ticket und den Schein zu Hause

Noch ne Woche später klatscht er für den Kapitän

Dann steht er auf der Insel und trinkt Rotwein mit Orangensaft

Und er denkt an seine Fische - wie wird's denen jetzt wohl gehen?

Morgens rennt er durch die Gassen

Mittags starrt er auf das Meer

Und abends ist er froh, wenn es Zeit ist, ins Bett zu gehen

So macht das Gerhard die vollen 14 Tage lang

Dann gibt's endlich wieder Beifall für den Kapitän

Einen Traum, einen Traum, er träumt von einem Traum

Eine Glut, die er hegt und die langsam zu Feuer wird

Er zündet sich noch eine selbstgestopfte Zigarette an

Und er wünscht sich einen Wunsch, irgendetwas, das ihn führt

Und wenn im Fernsehen wieder die Titanic in den Eisberg kracht

Dann schaltet Gerhard um, in der Glotze kommt ja nur noch Mist

Die alten Thomas Cook Prospekte hat er in den Müll gepackt

Doch er ist sich nicht ganz sicher, ob es so gut ist, wie es ist

Einen Traum, einen Traum, er träumt von einem Traum

Eine Glut, die er hegt und die langsam zu Feuer wird

Er zündet sich noch eine selbstgestopfte Zigarette an

Und er wünscht sich einen Wunsch, irgendetwas, das ihn führt

Geschrieben am 21.03.2016, 10:20:52 von Nylonbrain

Gabi und der Kadett

Es jagt ein Kadett Richtung Hölle

Auf dem Gaspedal liegt ein Ziegelstein

Der Steuermann ist nicht mehr am Steuer dran

Er sitzt im Heck und schreit auf Gabi ein

Als Getriebe ist man nicht in der Gewerkschaft

Mit welcher Leichtigkeit es diesen Berg schafft

Der Weg ist das Ziel, das Ziel ist schon weg

Der Steuermann brüllt und Gabi scherts nen Dreck

Roll die Fußnägel hoch, wir machen Frühjahrsputz

Schalt die linke Hälfte ein, die ist ungenutzt

Strick den Zahnseidenschal endlich fertig

Der liegt ja nur im Weg rum

Opa da vorn mach mal sacht, wir kommen schräg

Es liegt kein Parkett Richtung Hölle

Auf dem Präsidium liegt ein Führerschein

Sein Bild erinnert stark an den Steuermann

Und der schreit immer noch laut auf Gabi ein

Denn für die Liebe geht man nicht in die Gewerkschaft

Mit welcher Leichtigkeit sie diesen Zwerg schafft

Der Opa lacht viel, der Tank hat ein Leck

Die Verfolger holen auf und Gab - ist einfach Gabi

Roll die Fußnägel hoch, wir machen Frühjahrsputzt

Schalt die linke Hälfte ein, die ist ungenutzt

Strick den Zahnseidenschal endlich fertig

Der liegt ja nur im Weg rum

Opa da vorn mach mal sacht, wir kommen schräg

Sperr die Blutegel weg, die haben Welpenschutz

Trag den dritten elften ein, da wird der Grill genutzt

Kleb den Nudelmann endlich fertig, der ist mir nur im Weg

Opa da vorn mach mal sacht, die Gabi klebt

Geschrieben am 08.05.2015, 10:29:59 von Nylonbrain

Im Hotel zur Post

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Egal, wann Du kommst, schau doch selber mal vorbei

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Im Zimmer 100, da wohnt der Bert

Er übt mit seinem Degen und er übt mit seinem Schwert

Und so manches Mal

Hast er sich schon so richtig dolle weh getan

Im Zimmer 101, da wohnt der Heinz

Er ruft gerne in England an, doch Englisch spricht er keins

Das ist halb so wild

Es nimmt ja keiner ab

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Egal, wann Du kommst, schau doch selber mal vorbei

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Immer Zimmer 102, da wohnt Frau Bley

Sie war einmal die Enkeltochter von Karl May

Das ist vorbei

Sie ist jetzt die Oma von Steffi Graf

Im Zimmer 104, da wohnt Herr von Trier

Er hat nicht zwei Meerschweinchen und er spielt auch nicht Klavier

Und obendrein sieht er auch nicht besonders aus

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Egal, wann Du kommst, schau doch selber mal vorbei

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Im Zimmer 108 bitzt es jede Nacht

Da werden erotische Fotos von pikanten Motiven gemacht

Das ist Herr Graf

Und das einzige Modell ist er selbst

Im Zimmer 109, da wohnt Eva Klein

Sie versucht beharrlich, jemand anderes zu sein

Doch es geling ihr nicht

Im Personalausweis steht es ja drin

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Egal, wann Du kommst, schau doch selber mal vorbei

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Nur Zimmer 103, das ist immer frei

Seitdem die Sache mit Jürgen dort geschah

Zimmer 103 ist für Gäste nicht zu buchen

Ist nichts anderes frei, müssen sie halt weitersuchen

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Egal, wann Du kommst, schau doch selber mal vorbei

Im Hotel zur Post ist immer ein Zimmer frei

Geschrieben am 23.12.2015, 12:38:11 von Nylonbrain

In der Bar zum Haifisch

In der Bar zum Haifisch

Da sitzt der alte Kapitän

Und er denkt an die Strände

Die er in seinem Leben hat gesehen

Und er denkt an die Lippen

Von Frauen braun und gelb und weiss

Und er denkt an die Küsse

Die Küsse wild und heiss

Jim, Du dicker Smut

Komm bring mir noch nen Rum

Jim, Du alter Hund

'nen letzten Becher Rum

In der Bar zum Haifisch

Da sitzt der alte Kapitän

Und er denkt an seine Schiffe

Die Pötte stolz und schön

Und er denkt an die Matrosen

Die Jungens, braungebrannt und laut

Und er denkt an die Welle

Die ihm sein Bein geklaut

Jim, Du dicker Smut

Komm bring mir noch nen Rum

Jim, Du alter Hund

'nen letzten Becher Rum

Doch er weiss nichts vom schwarzen Hannes

Hannes, Du stiller Harpunier

Verdammter Teufel, der Dich geholt hat

Verdammter Wal, verdammtes Tier

Jim, Du dicker Smut

Komm bring mir noch nen Rum

Jim, Du alter Hund

'nen letzten Becher Rum

Jim, Du fetter Smut

Komm bring mir noch nen Rum

Jim, Klabautermann Hund

'nen letzten Becher Rum

Geschrieben am 28.04.2015, 21:23:04 von Nylonbrain

Keiner da (Kein Arschloch)

Es ist die Jahresversammlung von der Waffenlobby Die Lobbyisten sind gespannt Wer wird der neue Scheff von dit janze Es ist nichts genaues bekannt Die Zeit vergeht doch die Bühne bleibt leer Es wird nervös mit den Füßen gewippt Als der Pressesprecher vors Plenum tritt Und diese Erklärung abgibt
Wir konnten einfach kein Arschloch finden Das den Job für uns macht Gutes Geld und böse Worte Es hat alles nichts gebracht Wir konnten einfach kein Arschloch finden Das den Job für uns macht Wir haben sogar super Sachen versprochen Doch da haben sie gelacht Nur gelacht
Es ist schon wiedermal Landtagswahl Ein Kopf grinst von jedem Plakat Nur bei einer Partei stehen nur Sprüche dabei Und die sind Hass und Dreck im Quadrat Das Boot ist voll und die Deutschen zuerst Und wir schicken Euch zurück Wo sind die Köpfe? Ich sprech den Mann am Wahlstand and Und er sagt mit traurigem Blick
Wir konnten einfach kein Arschloch finden Das den Job für uns macht Gutes Geld und böse Worte Es hat alles nichts gebracht Wir konnten einfach kein Arschloch finden Das den Job für uns macht Wir haben sogar super Sachen versprochen Doch da haben sie gelacht Nur gelacht
Das Nashornhorn bleibt an der Nashornnase Und der Stoßzahn am Elefant Im Regenwald bleibt das Gold im Fluss Und es werden keine Bäume verbrannt In der Kampfarena steht ein einsamer Stier Was er da soll, das ist ihm nicht klar Und der Streetracer-König rast traurig nach Haus' Es waren schon wieder keine Gegner da
Wir konnten einfach kein Arschloch finden Das den Job für uns macht Gutes Geld und böse Worte Es hat alles nichts gebracht Wir konnten einfach kein Arschloch finden Das den Job für uns macht Wir haben sogar super Sachen versprochen Doch da haben sie gelacht Nur gelacht
Wir konnten einfach kein Arschloch finden Dem das Geld geil genug war Wenn sie es nicht tun, wird's ein anderer machen Na klar Wir konnten einfach kein Arschloch finden Dem das Geld geil genug war Der auf alles pfeifft, dem Konsequenzen egal sind Es war keiner da Keiner da
Geschrieben am 21.05.2018, 11:57:38 von Nylonbrain

Kleines Herz

Ede kam in die neue Stadt

Mit offenen Wunden am Herzen

Der Sinn stand ihm nicht nach Spaß in der Nacht

Und ihm war auch nicht nach Scherzen

Am Montag trat er die Stelle an

Mit Eifer beschmiert er den Kummer

Dann war da auf einmal diese bildschöne Frau

Und fragte ihn nach seiner Nummer

Da war sie dann wieder, diese Situation

Die er überwunden gewähnt

Die Backen werden rot und die Hände werden feucht

Und es wird sich ein bisschen geschämt

Der Muskel in der Brust, dieser eifrige, wunde

Der sagt "Hör' doch einfach auf mich

Ein kleines bisschen gucken und ein kleines bisschen reden

Und glaub mir, der Rest findet sich"

Ede denkt nach und Ede wägt ab

Und dann spricht er, kalt wie ein Stein

"Halt die Fresse mein kleines Herz

Oder ich hau' Dir eine rein."

Ewa stand ganz alleine an Gleis

Um eine Erfahrung reicher

Er hatte gesagt, ihr Bauch wär' ihm gleich

Doch ein anderer Bauch war ihm gleicher

Im Rock wackelt das Handtelefon

Eine Nachricht vom Arsch mit Ohren

"Es tut mir so leid, Ewchen bitte komm' zurück

Unsere Liebe ist noch nicht verloren."

Da war sie dann wieder, diese Situation

Die sie überwunden gewähnt

Die Backen werden rot und die Hände werden feucht

Und es wird sich ein bisschen geschämt

Der Muskel in der Brust, dieser eifrige, wunde

Der sagt "Hör' doch einfach auf mich

Ein kleines bisschen gucken und ein kleines bisschen reden

Und glaub mir, der Rest findet sich"

Ewa denkt nach und Ewa wägt ab

Die Einnerung füttert die Wut

"Halt die Fresse mein kleines Herz

Sonst spuckt hier einer Blut."

Morten war mit der Scheidung durch

Erniedrigt, gerupft und geplündert

Sie wollte sogar das Boot und das Pferd

Doch sein Anwalt, der hat das verhindert

Zum Abschließen setzt er sich in eine Bar

Und er trinkt auf den Krieg und die Trümmer

Als er sich umsieht, da sitzt linker Hand

Eine wie seine Frau, nur in jünger

Da war sie dann wieder, diese Situation

Die er überwunden gewähnt

Die Backen werden rot und die Hände werden feucht

Und es wird sich ein bisschen geschämt

Der Muskel in der Brust, dieser eifrige, wunde

Der sagt "Hör' doch einfach auf mich

Ein kleines bisschen gucken und ein kleines bisschen reden

Und glaub mir, der Rest findet sich"

Morten denkt nach und Morten wägt ab

Doch Mortens Kontostand sticht

"Halt die Fresse mein kleines Herz

Oder ich hau' Dir die Küsen dicht."

Geschrieben am 23.12.2015, 12:44:53 von Nylonbrain

Manni und Hacke

Manni hat damals, da war er grad siebzehn

Einem Mädchen ein Kind angesetzt

Er nahm sie zur Frau

So waren die Zeiten

Doch hat er sie falsch eingeschätzt

Sie stellte viel Fragen

Schon nach ein paar Tagen

Und störte und reizte ihn sehr

Da dachte sich Manni "Ich dreh' ihr den Hals um"

Danach quälte sie ihn nicht mehr

Hacke hatte eine Marotte Er ging gerne spät abends raus

Dann ging er spazieren

Irgendwohin, einfach weit weg, geradeaus

Ging Hacke los, dann hatte er immer

Aus Zufall sein Beil mit dabei

Und traf er auf einen, den er noch nicht kannte

Dann schlug er den Fremden entzwei

So kam es, dass Manni und Hacke sich trafen

Man fuhr sie ins gleiche Hotel

Am Anfang gab's Knuffe, gebrochene Nasen

Und Blutspritzer am Bettgestellt

Noch nach ein paar Jahren, so zwölf, dreizehn Stück

Da wurde den Kohlköpfen klar

Dass sie sich doch eigentlich ganz gerne hatten

Und da lag der Vorschlag doch nah

Mensch, Manni kommt mit, wir gehen auf Urlaub

Wir ziehen die mal richtig am Ohr

Hacke, na klar, Du weisst, dieses Jahr

Hatte ich sowieso noch nichts vor

Manni, komm mit, ab in den Urlaub

Wir machen 'nen ganz langen Schuh

Hacke, hurra! Und weil wir so nett sind

Macht der letzte die Hüttentür zu

So lagen sie nachts auf den Pritschen und dachten

Und schmiedeten sich einen Plan

Im Sommer war alles bereit und sie lachten

Bald wird auf Urlaub gefahr'n

Manni, der drehte und Hacke, der hackte

Die Kamera ging ritsch-ratsch-klick

Nach drei tollen Tagen des Drehens und Hackens

Kehrten sie wieder zurück

"Uff" sagte Manni und "Ui" sagte Hacke

"Das nenn' ich ein strammes Programm

Jetzt ruhen wir uns aus, so drei, vier, fünf Jahre

Dann gehen wir's vielleicht nochmal an"

"Schön war es trotzdem"

"Ja, schön war das wirklich, doch am schönsten, da ist es zu Haus

Jetzt machen wir erstmal gemütlich die Betten

Und lüften und fegen hier aus"

Mensch, Manni kommt mit, wir gehen auf Urlaub

Wir ziehen die mal richtig am Ohr

Hacke, na klar, Du weisst, dieses Jahr

Hatte ich sowieso noch nichts vor

Manni, komm mit, ab in den Urlaub

Wir machen 'nen ganz langen Schuh

Hacke, hurra! Und weil wir so nett sind

Macht der letzte die Hüttentür zu

Geschrieben am 29.04.2015, 21:47:16 von Nylonbrain

Südbahnhof

Ein Mann spielt Skat gegen sich selbst

Und verliert

Eine Frau lehnt ab und schickt den Kellner weg

Wenn sie Pfeffer will, macht sie das allein

Im Zug sieht eine dauernd auf die Uhr

Und dabei will sie gar nicht da hin

Einer setzt einen Haken hinter eine Zahl

Und zieht den falschen Schluss

Und während das alles passiert

Steht am Südbahnhof ein Werbeplakat

Und wechselt von Burger zu Ballack

Und wieder zurück

Auf der Wiese liegt ein Säugling und wundert sich

Ist aber grundsätzlich optimistisch

Eine sehnt sich danach, dass es ein Ende hat

Doch sie will auf keinen Fall frieren

Ein Nazifrischling sammelt Scherben ein

Und denkt sich "das sind also meine Freunde"

Ein Forscherteam baut die Sonne nach

Ein Model salzt Pommes Frites

Und während das alles passiert

Liegt eine Kotze in der Elbestraße

Und die Pfütze trocknet wortlos

Vor sich hin

Ein Mädchen sitzt zu Hause, ihre Fresse glüht

Und sie kann das alles nicht glauben

Eine Frau sagt, dass früher alles schwerer war

Aber längst nicht so kompliziert

Ein vergnügter Mensch tippt seine Kündigung

In eine Reiseschreibmaschine

Ein trauriger Mensch räumt die Eiskiste aus

Und legt den Pudel rein

Und während das alles passiert

Steckt eine Lampe auf dem Messeturm

Und warnt die Menschen und Tiere

Und warnt und warnt

Eine Frau spielt Schach gegen sich selbst

Und sie einigt sich auf ein Remis

Ein Junge wacht auf und erinnert sich

Und es tut ihm ganz furchtbar leid

Ein Chef bleibt wieder länger am Arbeitsplatz

Weil die Probleme ihm hier besser liegen

Einer drischt mit einer Flasche auf die Hoffnung ein

Doch er kriegt sie einfach nicht klein

Und während das alles passiert

Hockt ein Kran auf dem Hochhausstumpf

Und der Wind dreht ihn träge

Ein Stückchen nach links

Geschrieben am 25.03.2017, 12:10:46 von Nylonbrain

Vom Handkuss bis zum Schlüpfer

Ich hab ein Date, ich muss noch Unterhosen kaufen

Die, die ich habe sehen total beschissen aus

Dabei meine ich nicht, dass sie ungewaschen sind

Sie sind einfach nicht mehr schick, denn ich besaß sie schon als Kind

Lena, Lena, Lena! Die alten Büchsen waren bequemer

Aber Dir mein schönes Kind

Bin ich durchaus wohl gesinnt

Und da will ich, dass vom Handkuss bis zum Schlüpfer alles stimmt.

Es ist schon spät, ich muss zum Krämerladen laufen

Ich muss stieren und probieren und muss Fachgespräche führ'n

Mangelnde Hygiene, nein, das liegt mir völlig fern

Ich bin nur ein treuer Typ, ich habe meine Schlüpfer gern

Lena, Lena, Lena!

Die neuen Shorties sind zwar schöner

Doch ein doppeltfeiner Ripp und ein Eingriff für den Flip

Das ist schon seit tausend Jahren ein bewährtes Slip-Prinzip

Ich sag adieu zu Gummibünden

Guten Tag zu kleinen Sünden

Sag "Hallo" zur Partnerrolle

"Ma'a Salama" zur Kammbaumwolle

Lena, Lena, Lena!

Die alten Büchsen waren bequemer

Aber Dir mein schönes Kind

Bin ich durchaus wohl gesinnt

Und da will ich, dass vom Handkuss bis zum Schlüpfer alles stimmt.

Geschrieben am 09.05.2015, 23:24:30 von Nylonbrain

Wo sind die Jahre

Wenn sie ihre Zähne putzt

Dann schaut sie, dass ihr nichts entgeht

Was ihr vielleicht beim suchen nutzt

Später auf dem Weg zur Arbeit

Kramt sie durch das Handschuhfach

Liest auf dem Schild des Wagens vor ihr

Und lehnt sich in den Großstadtkrach

Aber schlauer? Schlauer wird sie nicht

Bei Dienstbeginn im Busdepot

Wenn sie ihren Wagen checkt

Dann schaut sie zwischen alle Sitze

Ob sich da irgendwas versteckt

Und dann, an jeder Haltestelle

Schaut sie die Leute heimlich an

Vielleicht ist da 'ne Spur zu finden

Ein Krümel, dem sie folgen kann

Aber schlauer? Schlauer wird sie nicht

Sie kennt jede Straße in der Stadt

Kennt die Linien auf den Plänen

Die Stopps, die jede Route hat

Aber eine Sache lässt sie nicht mehr los -

Wo sind die Jahre, wo sind die ganzen Jahre bloß?

Alleine in der Mittagspause

An irgendeiner Endstation

Haucht sie in den Kaffeebecher

"Los, ihr Flaschen, zeigt Euch schon"

Später, wenn sie etwas ratlos

Vor 'nem brülldenden Idioten sitzt

Sieht sie in seine Nasenlöcher

Ob dort vielleicht Erkenntnis blitzt

Aber schlauer? Schlauer wird sie nicht

Wenn sie auf dem Weg nach Hause

Noch einmal in den Laden geht

Liest sie in den Inhaltsstoffen

Ob dort vielleicht ein Hinweis steht

Dann zu Hause, vor der Kiste,

Glotzt sie, frisst und wird nicht satt

Am Kühlschrank hing doch mal ein Plan

Wer den wohl weggeschoben hat

Schlauer? Schlauer wird sie nicht.

Sie kennt jede Straße in der Stadt

Kennt die Linien auf den Plänen

Die Stopps, die jede Route hat

Aber eine Sache lässt sie nicht mehr los -

Wo sind die Jahre, wo sind die ganzen Jahre bloß?

Wenn sie in Stimmung ist

Dann geht sie zum Musikregal

Und legt sich eine Scheibe auf

Auf dem Preisschild steht

Sie kostete fast dreissig Mark

Und sie wundert sich -

"Die hab'ich doch neulich erst gekauft"

Sie kennt jede Straße in der Stadt

Kennt die Linien auf den Plänen

Die Stopps, die jede Route hat

Aber eine Sache lässt sie nicht mehr los -

Wo sind die Jahre, wo sind die ganzen Jahre bloß?

Geschrieben am 11.02.2016, 09:29:05 von Nylonbrain

Zigarettenklaus

Zigarettenklaus

Drückt seine Reval am öffentlichen Müllbehalter aus

Und steckt sich noch eine an

Er sagt am besten soll man rauchen, so lange man noch kann

Ah - rauchen wird immer teurer, doch die

Belastung der Atemwege bleibt

Ah - rauchen wird immer teurer, doch die

Zerstörung der Erbanlagen bleibt

Glimmstengelpit

Denkt sich Wenn der noch eine raucht, dann rauch' ich eine mit

Und holt sein Zippo raus

Mit Benzinduft um die Nase sieht gleich alles anders aus

Ah - rauchen wird immer teurer, doch die

Belastung der Atemwege bleibt

Ah - rauchen wird immer teurer, doch die

Zerstörung der Erbanlagen bleibt

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug - warten auf den Bus

Sargnagelbernd

Hat das Rauchen mit 9 von seiner Stiefschwester gelernt

Und wenn man was so gut kann

Mein Gott, dann macht man das doch weiter

Und fängt nichts neues an

Ah - rauchen wird immer teurer, doch die

Belastung der Atemwege bleibt

Ah - rauchen wird immer teurer, doch die

Zerstörung der Erbanlagen bleibt

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug - warten auf den Bus

Wo ist er hin, der Heiermann?

Wo ist das Blech, an dem man ihn

reiben kann, den Heiermann?

So ein Mist, wo ist mein Alternsnachweis?

Der Automat bleibt stur

Und ich gesund

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug um Zug um

Zug - warten auf den Bus

Geschrieben am 23.12.2015, 12:45:10 von Nylonbrain
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